Unterschiedliche Schreibweisen des Namens

Im Laufe der Zeit hat sich die Schreibweise unseres Namens mehrfach gewandelt. Wir benutzen der Einfachheit halber auf dieser Website weitgehend die Schreibweise Schönfeldt, die am verbreitetesten ist.

Darüber hinaus gibt es mehrere Adelsgeschlechter mit unserem Namen, die aber nicht mit uns verwandt sind. Man sollte sie trotzdem kennen, um eine Unterscheidung vornehmen zu können.

Andere Schönfeldts (PDF) gibt nähere Informationen dazu.


Der erste am 8.11.1240 urkundlich erwähnte Schönfeldt, ab dem sich unsere Familie nahtlos zurück verfolgen lässt,  ist Dominus Johannes de Sconevelt.

Spätere Schreibweisen sind: von Schonvelt, Schonfelt, Schönfelt, van Sonvelt, von Schonefelt, von Schonevelt, etc.


Um die Einheit unserer Familie, die bis dahin so unterschiedliche Namen führte, zu zeigen, beschloss man auf dem 1. Familientag am 26.10.1912 in Berlin den Namen aller Linien auf „Schönfeldt“ mit DT zu vereinheitlichen (auch im Gegensatz zu Familen, die nicht mit uns verwandt sind, sich aber Schönfeld nennen).

Hier ein Schreiben meines Großvaters Rudolf (453-Tafel 14):

„Auf dem 1. Familientage in BERLIN, am 26. Oktober 1912 haben die Mitglieder der gräflichen Linie Schönfeld beschlossen, ihren Familiennamen von nun an mit dt (Schönfeldt) zu schreiben, um auch äusserlich die Zugehörigkeit zu den in Deutschland in einfachem Adelsstande blühenden Geschlechte derer von Schönfeldt zu dokumentieren, und mich beauftragt, diesen Beschluss durchzuführen. …“

Zu diesem Familientag hat Ernst v. S. einen ersten Entwurf seiner Familiengeschichte vorgelegt. Mehr dazu unter Quellen.

Die Mitglieder des Hauses Zahna (Gregorische Linie) schreiben sich „von Schönfeld“.
Diese Linie wurde wurde auf dem Familientag am 12. Mai 1934 in unseren Familienverband aufgenommen. Hier ist auch erklärt, warum sie sich nur mit „d“ schreiben:

Innerhalb der Gregorischen Linie treten „Schönfelds“ ohne Adelstitel auf. Seite 62 der Chronik klärt uns darüber auf:

„Der Name war durch acht Generationen nicht als adliger Name geführt worden, da fast alle dem geistlichen Stande angehört hatten.“

Durch den Beschluss des „Ehrenschutzbundes“ ( heute Adelsrechtsausschuss, genannt ARA) vom 15.4.1931 erhielten sie die Berechtigung, den Namen „von Schönfeld“ zu führen, allerdings ohne DT.


Im Hause Gulben kam es vor ca. vier Generationen zu einem Übertragungsfehler, wahrscheinlich  durch einen Standesbeamten. Daher lautet der Nachname von Rüdigers Familie (Gulben) „von Schoenfeldt“ mit OE.


Die nächste Namensänderung ließ nicht lange auf sich warten:

Nach dem ersten Weltkrieg folgte die Auflösung der Kaiserreiche und die Gründungen der Republik Österreich und der Weimarer Republik.

Am 11. August 1919 wurde ein Gesetz erlassen, das alle „Vorrechte der Geburt“ aufhob. Es bestimmte, dass Adelstitel nicht mehr geführt und auch nicht mehr verliehen werden durften Externer Link:   (Art. 109 Weimarer Reichsverfassung). Abgeschafft wurde der Adel durch dieses Gesetz aber nicht.

In Deutschland wurde der Adelstitel in den Nachnamen aufgenommen. Der ehemalige Politiker Otto Graf Lambsdorff zum Beispiel, ist nach dieser Regelung kein Graf mehr – er „heißt“ jetzt Graf.
In Österreich wurde der Adel und somit alle Adelstitel abgeschafft. Da mein direkter Vorfahr Johann Hilmar Adolf in Österreich – bzw. damals (1788) in dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation – lebte, genau wie seine österreichischen Nachkommen, gibt es im Nachnamen der gräflichen Linie „Löbnitz Schlossteil“ keinen Titel mehr.

Mein Vater wurde 1907 noch als Ludwig Graf von Schönfeld geboren, bekam 1912 das „dt“ hinzu und hieß ab 1919 nur noch Ludwig Schönfeldt.